Erwischt! Eine Depesche für die allzu Neugierigen!

„Ei, seht nur! Ein gar vorwitziger Recke (oder eine allzu neugierige Maid)

hat die Finger nicht bei sich behalten können!

 

Ihr habt also auf das verbotene Siegel geklickt,

in der Hoffnung, die Geheimnisse Unseres nächsten Prachtgemachs zu erspähen?

Habt Ihr wahrlich geglaubt, Wir würden Unsere Pläne so leichtfertig preisgeben wie ein

schwatzhafter Bänkelsänger nach dem zehnten Krug Met?

 

Nichts da!

Das Geheimnis bleibt sicher verwahrt hinter Schloss und Riegel.

Die Neugier ist zwar die Tugend der Entdecker, doch hier endet Euer Pfad – vorerst.

 

... oder etwa doch nicht?

Da Ihr nun schon einmal hier seid

und den Schauer der Ungewissheit nicht scheut,

gewähren wir Euch eine Ahnung dessen, was in den Schatten der tiefsten Gewölbe heranreift.

Dort, wo das Licht der Fackeln nur zögerlich

die nackten Wände küsst,

entsteht ein Ort der absoluten Standhaftigkeit.

Es wird ein Refugium sein, in dem der Glanz des Adels

auf die unerbittliche Kälte von massivem, handgeschmiedetem Stahl trifft.

Ein Ort, an dem Ruhe und Unruhe nur einen Herzschlag voneinander

entfernt liegen und wo die Belastbarkeit der Seele ebenso geprüft wird

wie die Festigkeit der Verankerungen.

Wir errichten dort ein Monument der Beständigkeit

– für jene, die wissen, dass wahre Hingabe oft eine eiserne Struktur verlangt.

Es flüstert bereits das Metall, das darauf harrt,

Körper zu umschließen oder in luftige Höhen zu entführen.

Höret Ihr das ferne Klacken der Ketten und das schwere Atmen des Stahls?

Habt Geduld, Ihr Sehnsüchtigen!

Wir schmieden an einer Welt,

in der die Grenzen zwischen süßem Traum und harten Fakten verschwimmen.

Das Schloss wächst, der Stahl erkaltet

und die Dunkelheit bereitet ihr Lager vor.

 

Gehet nun – bevor Wir Euch für Euren Vorwitz zum Küchendienst im Keller verdonnern!